Viele denken:
„Je mehr Eigenkapital, desto besser.“
Das stimmt nur teilweise.
Zu wenig Eigenkapital ist riskant – zu viel kann aber ebenfalls unklug sein. Entscheidend ist die richtige Balance.
1. Die Mindestgrenze (die Realität)
Ganz ohne Eigenkapital finanzieren Banken heute nur noch selten.
Realistisch brauchst du mindestens die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche.
Das sind ungefähr:
- Grunderwerbsteuer
- Notar & Grundbuch
- ggf. Makler
👉 In Summe meist 10–12 % des Kaufpreises
Darunter wird Finanzierung schwierig oder sehr teuer.
2. Die sinnvolle Zone
In der Praxis zeigt sich:
20–30 % Eigenkapital = stabile Finanzierung
Warum?
- bessere Zinsen
- geringere Monatsrate
- deutlich mehr Sicherheit bei Lebensänderungen
Hier bewegst du dich im gesunden Bereich.
3. Der unterschätzte Fehler: alles einsetzen
Viele Käufer geben ihr komplettes Erspartes in den Kauf.
Danach bleibt:
- keine Rücklage
- jede Reparatur wird Stress
- finanzielle Abhängigkeit von der Bank
👉 Eigentum ohne Puffer fühlt sich schnell wie Miete mit Risiko an.
4. Die bessere Strategie
Oft sinnvoller:
- Kauf solide finanzieren
- Reserve behalten (z. B. 3–6 Monatsgehälter + Hauspufferr
Denn Häuser produzieren zuverlässig Kosten – meist kurz nach dem Kauf.
Fazit
Nicht maximal viel Eigenkapital macht entspanntes Eigentum,
sondern ausreichende Sicherheit nach dem Kauf.
Eine stabile Finanzierung erkennt man daran, dass auch Unerwartetes noch ruhig bleibt.
👉 Eine neutrale Einschätzung vor dem Kauf verhindert oft die teuersten Entscheidungen.