Ein Fleck an der Decke, feuchte Wand oder nasser Keller – und sofort kommt die große Frage:
Welche Versicherung zahlt eigentlich?
Hier herrscht viel Unsicherheit. Dabei lässt sich das recht klar einordnen.
1. Leitungswasser: Meist die Gebäudeversicherung
Der Klassiker: Rohrbruch, undichte Leitung, defekte Heizung.
Dann gilt in der Regel:
👉 Gebäudeversicherung zahlt den Schaden am Gebäude
Also z. B.:
- Wände
- Böden
- Decken
- fest verbaute Teile
Nicht automatisch enthalten: Möbel oder Hausrat → dafür ist die Hausratversicherung zuständig.
2. Starkregen & Hochwasser: Das ist etwas anderes
Viele Eigentümer glauben, Wasser sei immer versichert.
Das stimmt leider nicht.
Regen von außen = Elementarschaden
Dafür braucht man eine zusätzliche Elementarversicherung.
Ohne diese bleibt der Eigentümer meist auf den Kosten sitzen.
Typische Beispiele:
- Rückstau aus der Kanalisation
- überlaufender Keller
- eindringendes Hochwasser
3. Der häufigste Fehler: zu spät reagieren
Kleine Feuchtigkeit wird oft unterschätzt.
Gerade im Keller entstehen schnell:
Schimmel
- Estrichschäden
- langfristige Wertminderung
Wichtig:
👉 Schaden sofort melden und dokumentieren (Fotos!)
4. Beim Verkauf besonders heikel
Ein verschwiegener Wasserschaden kann später teuer werden.
Käufer dürfen erwarten, dass bekannte Schäden offen angesprochen werden.
Nicht der Schaden selbst ist das Problem –
sondern wenn er erst nach dem Kauf entdeckt wird.
Fazit
- Rohrbruch → meist Gebäudeversicherung
- Möbel → Hausratversicherung
- Hochwasser / Starkregen → nur mit Elementarversicherung
Und ganz wichtig:
Je früher gehandelt wird, desto geringer bleibt der Folgeschaden.
👉 Bei Unsicherheit lohnt sich immer eine frühe Einschätzung – bevor aus einem kleinen Fleck ein großes Thema wird.