Kaufnebenkosten: Viele rechnen sich arm – so nicht
Die meisten Käufer schauen zuerst auf den Kaufpreis.
Der eigentliche Stolperstein sind aber fast immer die Nebenkosten. Und genau hier passieren regelmäßig Fehlkalkulationen, die später richtig wehtun.
Damit du sauber rechnen kannst, hier die Realität – ohne Banksprech.
1. Die Grunderwerbsteuer – der größte Brocken
Je nach Bundesland liegt sie aktuell bei etwa 3,5 % bis 6,5 % des Kaufpreises.
Beispiel bei 400.000 € Kaufpreis:
→ rund 26.000 € nur Steuern
Viele planen das zwar ein – aber vergessen, dass dieses Geld sofort fällig wird und nicht finanziert werden sollte.
2. Notar und Grundbuch
Ohne Notar kein Eigentum.
Die Kosten sind gesetzlich geregelt und liegen ungefähr bei:
ca. 1,5 % – 2 % vom Kaufpreis
Das beinhaltet:
- Kaufvertrag
- Grundbucheintrag
- Auflassungsvormerkung
- Eigentumsumschreibung
3. Maklerprovision (falls vorhanden)
In vielen Fällen teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision.
Typisch: jeweils ca. 3 % + MwSt.
Das sind bei 400.000 € nochmal rund 14.000 €
4. Der häufigste Denkfehler
Viele Käufer rechnen:
Kaufpreis + Nebenkosten = fertig
In der Praxis kommen fast immer dazu:
- Umzug
- kleine Renovierungen
- neue Küche
- Rücklagen
Realistisch sind weitere 5.000 – 20.000 € je nach Objekt.
Fazit
Wer nur den Kaufpreis finanziert, gerät schnell unter Druck.
Eine solide Planung heißt: Nebenkosten + Puffer einplanen – dann schläft man nach dem Notartermin deutlich ruhiger.
👉 Wenn du unsicher bist, welche Gesamtkosten realistisch sind, lohnt sich eine neutrale Einschätzung vor der Entscheidung.